High End MPPT Controller für Solarpaneel

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Hardware Beschreibung

Die Hardware besteht im Wesentlichen aus dem RP2040 (Raspberry PI Pico bzw. Zero), welcher folgende Peripherie ansteuert:

  • 1.8-Inch Display
  • Misst 2 Spannungen via Analog Eingänge:
    • Batterie Spannung
    • Paneel Spannung
  • Kommuniziert mit dem ADS1115, 4-Kanal 16-Bit A/D Wandler für
    • Strom vom Netzgerät
    • Strom vom PV Laderegler
    • Strom vom Paneel
    • Stromsensor für Verbraucher
  • Steuert den Laderegler via Analogspannung mittels PWM Ausgang

Schema und Hardware Aufbau


Auffällig ist, dass bei den Stromsensoren jeweils + und - vertauscht sind. Das hat folgenden Grund:
Die Sensoren werden mit 5V gespeist. Der Ausgang beträgt 2.5(V) + 0.4(V/A) * I(A).
Also bei I=5A ist der Ausgang 2.5 + 5 * 0.4 = 4.5V.
Entsprechend bei -5A ist es 2.5 + -5 * 0.4 = 0.5V.
Da der AD Wandler auf 4V Referenz eingestellt ist, würde er bereits bei 3.75A übersteuert (2.5 + 3.75 * 0.4 = 4.0). Tauscht man + und - sinkt die Spannung gegen Null, was der A/D Wandler problemlos messen kann. Somit ist der Messbereich -3.75...5.0A.

Die Komponenten innerhalb der Stecker (RP2040, ADS1115, Spannungsteiler für Spannungsmessungen, Filter für PWM, 5V Regler) sind auf einer kleinen Lochraster-Platine untergebracht. Der 5V Regler muss erst auf 5V eingestellt werden, wie im Projekt Lichtorgel beschrieben.


Die Platine wurde auf der Rückseite wie im Fräs-Plotter Projekt beschrieben bearbeitet, um die Leiterbahnen korrekt zu unterbrechen.

Zu beachten ist dass der 9A Step-Down Spannungsregler, welcher als Laderegler verwendet wird, auf dem Kopf ist. Um die Wärmekopplung mit den Gehäuse zu gewährleisten wurden zusätzlich 2 Aluminium Bleche zwischen Gehäuse und Kühlkörper eingeklemmt.


Auch muss das Potentiometer für die Spannung auf die Rückseite gelötet werden und das Potentiometer für den Strom durch eine Steckverbindung ersetzt werden. Der 2700 Ohm Widerstand wird dann direkt am Stecker angelötet. Dies um zu vermeiden, dass schlechte Kontakte einen zu hohen Strom einstellen können. Die Steuerspannung beträgt nämlich nur 10mV/A oder 0.1V für 10A. Entsprechend ist es so im Schema eingezeichnet.

Die Liste der verwendeten Komponenten und Bauteile ist in der Stückliste dokumentiert.

Gehäuse

Anordnung der Komponenten:


Frontplatte:


Boden und Deckel:


Halter für Stromsensoren:


Einseitig kupferbeschichtete Platine mit 5 Löcher und angelöteten Muttern. Die Abstände der Löcher sollte stimmen damit man sie problemlos montieren kann. Die Dimension der Platine von ca. 12x50mm ist aber nicht so wichtig.

Lichtleiter für die LED des Spannungsreglers:


Auf dem Spannungsregler ist eine 2-Farbige LED welche den Zustand anzeigt (Spannung=Grün, Strombegrenzung=Rot). Sie leuchtet also Grün wenn Spannung anliegt und Rot wenn der Strom geregelt wird. Der Lichtleiter ist in eine Kunststoff-Verschlusskappe gesteckt, welche dann von der LED des Spannungsreglers angeleuchtet wird. Man kann dann noch ein Stück Schlauch über die LED stülpen, welcher bis zur Verschlusskappe ragt. So kann der Lichtleiter nicht herausfallen.

Komplett Bestückt


Die detaillierte Verkabelung der Komponenten ist im Schema ersichtlich.

Das seitliche Loch im Gehäuse muss sich mit dem USB Anschluss des RP2040 decken so dass ein USB Kabel bei geschlossenem Gehäuse eingesteckt werden kann wie auf der Übersichtsseite dargestellt.

Damit man auch ohne USB Anschluss die Stromsensoren nullen kann, ist unter dem USB Anschluss eine kleine Drucktaste angebracht. Diese ist auch im Schema ersichtlich. Die Masse als stabile Befestigung kann man am USB Stecker anlöten. Das anbringen der Taste braucht etwas "Fingerspitzengefühl". Andere Lösungen sind aber auch möglich.

Die Diode D1-XL0410, welche im Schema am Ausgang des Spannungsreglers angeschlossen ist, ist eine elektronische Diode bestehend aus einem Power-MOSFET und einem Steuer-IC. Sie arbeitet verlustfrei, benötigt aber einen Common Anschluss. Sie verhindert eine Rückwärts-Speisung des Spannungsreglers und der Solar-Paneele aus der Batterie. Es sind Kabel angelötet und das Ganze ist in einem Schrumpfschlauch zur Isolation.


Die Liste der verwendeten Komponenten und Bauteile ist in der Stückliste dokumentiert.

Display

Das 1.8-Inch Display ist in einem kleinen Kunststoff Gehäuse eingebaut, welches auf einem 3D-Drucker gefertigt wurde. Als Frontscheibe dient ein ausgeschnittenes Stück Polystyrol aus einer CD-Hülle. Darüber ist eine Blende mit Schrauben befestigt, ebenfalls aus dem 3D Drucker.
Als Boden kann man ebenfalls Stück Polystyrol oder auch Plexiglas anleimen. Oder im 3D Druck Design gleich das Gehäuse mit Boden drucken.

Das Kabel ist ein flaches Ethernet-Patch-Kabel, ca. 3m. Trennt man es in der Mitte, können 2 Kabel mit RJ45 Stecker,  1.5m lang, für 2 Displays verwendet werden. Die elektrischen Signale sind im Schema vermerkt und ebenfalls ersichtlich bei den Display Anschlüssen. Am besten erst alles anschließen und einstecken. Danach mit dem Ohmmeter die einzelnen LCD Anschlüsse mit dem RP2040 auf die korrekte Verbindung testen bevor man die Spannung einschaltet.


Damit das Kabel nicht ausgerissen wird, kann man es mit einem Tropfen Leim befestigen.

Verbraucher Strom Sensor

Dieser Sensor ist ein Hall-Effekt Sensor mit geteiltem Kern welcher Gleichströme bis +/- 20A messen kann. Das Kabel wird an einem 3.5mm Klinkerstecker angeschlossen wie im Schema oben gezeigt.

Um korrekt anzuzeigen, werden alle Kabel zu den Verbrauchern durch den Kern geleitet (im Bild grün markiert). Üblicherweise gibt es eine Strom-Verteiler-Einheit wo die Sicherungen untergebracht sind und die Kabel angeschlossen werden.



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